Blühende Edelkastanienbäume sind wirklich schön anzusehen und verströmen einen angenhemen Duft, der viele Insekten anzieht. Die gelblich – weißen Blütenstände sind zwar nicht so spektakulär wie die Kerzen der Rosskastanie, die weißen Flecken in der Landschaft und zwischen dem Grün der Wälder sind aber schon beeindruckend. Also einen Termin, am besten Mitte Juni, vormerken für einen Besuch des Kastanienhaines von Liebing oder einen Spaziergang am Kastanienrundwanderweg in Klostermarienberg mit einem abschließenden Besuch im Hofladen der Kaestnklauba. Dort gibt es Kastanien ganzjährig.
Esskastanien sind einhäusig und  getrenntgeschlechtlich. Sie können sich nicht selbst befruchten und sind auf Fremdbestäubung durch Insekten und Wind angewiesen. Die männlichen und weiblichen Blüten wachsen gemeinsam aus einer neuen Blattachse. Die männlichen Blüten sind 20 – 25 cm lang, cremegelb und kätzchenähnlich. Die weiblichen Blüten sind unscheinbare, kleine Kätzchen. Um Selbstbestäubung zu verhindern reifen männliche und weibliche Blüten zu verschiedenen Zeiten. Dies steigert die Effizienz der Befruchtung und vermindert das Risiko der „Blutsverwandschaft“. In Gebieten mit wenig Kastanienbestand müssen daher Bestäuberbäume gepflanzt werden.
Es gibt auch Hybridsorten.